Wer eine Projektidee vorstellen möchte, sich mit der Gründungserklärung von Respekt.net in Übereinstimmung findet und für die Realisierung bereits konkrete Vorstellungen zu Budget und Zeitraum hat, ist als Initiatorin auf der Plattform willkommen. Neben einer Präsentation des Vorhabens sind eine persönliche Identifizierung und bei Budgetvolumina über 3.000 euro auch ein Projektvertrag Voraussetzung für die Teilnahme.
Die Förderer statten Projekte im Gegenzug mit Know-How oder Geld aus. Ob als Gutschein oder direkt Zuwendung mittels Überweisung, in jedem Fall verspricht Respekt.net die bestimmungsgemäße Verwendung der Fördermittel zu gewährleisten.
Die Auswahl an Projekte ist breit: Vom einer Jugendinitiative mit dem Titel Österreich trainiert Zivilcourage, die vom Mauthausen-Komittee getragen wird, über Jeux Dramatiques für Volksschülerinnen bis zum Projekt des Ludwig-Boltzmanninstituts, dass zwei ehemaligen Guantánamo-Häftlingen aus Bosnien wieder wirtschaftlich auf die Beine helfen möchte, reicht die Palette.
]]>(via Safariboot Nautilus One. Mhhm, Malediven!)
]]>Dass er gemäß seinem Amtsverständnis die Reihe seiner Vorgänger von Carstens bis von Weizsäcker nicht mit auffallender Widerborstigkeit ergänzen wird, darf man als fix voraussetzen. Eher würde Wulff sein Häkchen wohl unter das Zitat des ehemaligen österreichischen Bundeskanzlers Sinowatz setzen, dem einst der Sager zugeschrieben wurde: „Ohne Partei bin ich nichts“.
Direkte Auswirkungen der Präsidentschaft erwartet wohl nicht ein Mal die Partei, für die er ins Rennen ging – eher einhellig ist man aber der Meinung, dass Merkel mit dem taktisch durchsichtigen Schachzug der Entfernung eines der letzten nennenswerten Konkurrenten eine strategischen Tiefpunkt erreicht und dem langfristig spürbaren Politik-Ekel ihres Landes einen weiteren Tropfen Vitriol eingetrichtert hat. Burks zumindest meint zynisch-realistisch:
Es macht keinen Unterschied, ob nun Christian Wulff Bundespräsident wird oder ein lesbisches Suppenhuhn.
Alles in allem ein Randthema in einem Sommer, der von Vuvuzelasirenen und Wembley-Sequels dominiert ist. Den Bundespräsidenten werden die meisten erst wieder wahrnehmen, wenn sie zu Weihnachten kurz vor seiner Ansprache den TV-Kanal wechseln.
]]>Darum scheint es sich partout nicht vermeiden zu lassen, dass personelle Verquickungen das reine Bild der Unabhängigkeit verschleiern:
Wie der „Standard“ fein herausdestilliert, werden die partei-unabhängigen Aktivisten in der ersten Reihe des Demonstrationszuges von Heinz Christian Strache begleitet, während Hans-Jörg Schimanek das Argumentationsgebäude errichtet – er fürchtet, dass die bauplanerischen Kenntnisse nicht ausreichen, um die nötige statische Tragfähigkeit des Gebäudes zu errechnen, und fürchtet den Zusammenbruch der Moschee unter der Last von 200 betenden Frauen.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
]]>Die Fehlerquote in einem kurzen Diktat von etwa fünfzig Wörtern ist eines der Kriterien für eine Aufnahme in den Wachkörper. Dazu gehört auch eine für Damen und Herren unterschiedliche minimale Körpergröße und ein Body Mass Index zwischen 18 und 25.
Dass fast die Hälfte aller Bewerber gerade an der orthographischen Fitness scheitert, wundert doch kaum. Man darf davon ausgehen, dass die Planer des polizeilichen Bildungsweges wie so viele den alten Polizistenwitz kennen, in dem zwei Amtsträger angesichts des vor dem „Gemnasium“ aufgefundenen Toten beschließen: „Zaa man umme zur Post!“, und solche Humorfolklore an der Wurzel ausmerzen wollten.
Ich nehme mit einiger Gewissheit an, dass die Rechtschreibsicherheit im Gesamtbevölkerungsschnitt trotz Trend zum Zweitbuch dem der Polizisten in spe entspricht.
Nicht mehr ausgeschlossen aus der Aufnahme in die Reihen der Exekutive sind übrigens in Zukunft Zivildiener, sofern sie einen kurzen viermonatigen Präsenzdienst nachholen. Bisher durften Waffendienst-Abstinente bis zum fünfzigsten Lebensjahr keinem Wachkörper angehören (oder auch nicht Jäger werden).
]]>Ein Jahr nach der Veröffentlichung auf YouTube hat es der Clip von Big DnC in die Medien geschafft: Ein Mitarbeiter der SPÖ veröffentlicht es als Post auf seinem privaten Blog, und prompt springt der ÖVP-Justizsprecher Heribert Donnerbauer dem verunglimpften Parteichef der FPÖ bei: Ein „Gewaltvideo“ sei der Clip, von dem sich der Koalitionspartner SPÖ distanzieren müsse.
Erstaunlich ist dieses vehemente Maß der Kritik an einem Clip, der mehr oder weniger den brachialen Lyrikonventionen folgt, die halt im Rap so üblich sind. Erstaunlich vor allem im Vergleich mit dem Säuseln, dass den ÖVP-Funktionären zu den nicht minder brachialen Sprüchen des gegenständlichen Politikers und seiner Partei einfällt.
Man hätte sich ähnlich starke Worte als Reaktion auf Rosenkranz und Ebensee gewünscht.
]]>Seither erfreut sich die SMS zunehmend höheren Ansehens. Als beliebte Tätigkeit gilt der SMS-Chat, wörtlich übersetzt „Kurzmitteilungs-Plaudern“. Das Chatten mittels der in einer SMS gegebenen 160 Zeichen findet schon seit längerer Zeit Vergnügen bei jungen Besitzern eines Mobiltelefons. In einer eigenen Sprache von Abkürzungen wie „HDL“ (Hab dich Lieb) oder „thx“ (thanks) chatten sie in ihrer eigenen Sprache. Doch auch ältere Nutzer gebrauchen mehr und mehr auch den SMS-Chat.
Gründe für den hohen Anklang sind zum einen die geringen Kosten, eine SMS kostet in Deutschland zwischen 5 und 19 Eurocent, zum anderen aber auch die neue kommunikative Plattform, die sich hierbei herausgebildet hat.
So deckt der SMS Chat verschiedene kommunikative Ebenen ab: Durch ein kurzes Grußwort übernimmt die SMS die Aufgabe einer Postkarte, durch einen Terminvorschlag das, was üblicherweise durch einen kurzen Anruf erledigt werden kann, oder mit Hilfe von den oben beschriebenen Abkürzungen kann sie ausdrücken, was früher einem Liebesbrief verpackt worden wäre. Daher kann die SMS als neue soziale Komponente der heutigen Technologie-Gesellschaft bezeichnet werden.
]]>Das nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Regimes in der Ukraine aufgebrochene Machtvakuum füllt sich seither mit instabilen, in der Sowjetoligarchie entstandenen Seilschaften. Gleichzeitig stärken die intensiven Interessen der NATO an einem militärisch interessanten Stützpunkt in Osteuropa den Drang, westliche Gesellschaftsformen anzustreben.
Für die ukrainische Bevölkerung ist der Alltag mühsam, ein Wohlstand auf dem Niveau der westeuropäischen Staaten scheint subjektiv empfunden weiter entfernt als zu Zeiten der Kommunisten. Gang und gäbe sind Stromausfälle, Heizmaterialmangel und desolate öffentliche Einrichtungen.

Ältere Ukrainer wählen stoische Gelassenheit als Bewältigungsmuster, jüngere Frauen (vor allem) suchen mit einer Vehemenz nach dem Sugardaddy im Westen, die eine ganze Kohorte von Agenturen für die Partnervermittlung zwischen Ost und West in Brot und Lohn hält.
Die Austragung der Fußball-Europameisterschaft 2012 nutzt die Ukraine als Co-Veranstalter zusammen mit Polen zu einem Infrastruktur-Investitionsschub, den schon finanziell stabilere Länder wie etwa die EM-Gastgeber Österreich/Schweiz nur mit Nachwehen bewältigt haben.
Der beobachtbare Baufortschritt an den Stadien, Hotels, Straßen und Spielerwohnungen in den Austragungsorten Kiew, Donezk, Lemberg, Charkiv, Dnipropetrowsk und Odessa motiviert die Verantwortlichen bei der UEFA zu betont zweckoptimistischen Urteilen. Die Budgets für dieses Mammutvorhaben gehen, wie nicht anders zu erwarten, nur zu einem geringen Teil an lokale Unternehmen – multinationale Baukonzerne und Hotelketten folgen in gewohnter Tradition dem alten Muster eines eingeübten Profitflusses von niedrig entwickelten Länder hin zu den etablierten Wirtschaftsräumen.
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