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Im Übrigen gilt…

Schöner facepalm für KHG bei Google Suggest: Im Übrigen gilt für Karl-Heinz Grasser die Unschuldsvermutung.

Das wahre „Wiener Blut“

Wie zu erwarten war, hat HC Strache zur Wiener Gemeinderatswahl wieder mal einen seiner „provokanten“ Slogans plakatiert. Die beste Reaktion auf die FPÖ-Plakate ist auch schon da.

#bpw

Das erwartbare Ergebnis der Wahl zum deutschen Bundespräsidenten ist also eingetreten: Der Kandidat der Regierung siegt, wenn auch mit einem gar beschämenden Votum.

Dass er gemäß seinem Amtsverständnis die Reihe seiner Vorgänger von Carstens bis von Weizsäcker nicht mit auffallender Widerborstigkeit ergänzen wird, darf man als fix voraussetzen. Eher würde Wulff sein Häkchen wohl unter das Zitat des ehemaligen österreichischen Bundeskanzlers Sinowatz setzen, dem einst der Sager zugeschrieben wurde: „Ohne Partei bin ich nichts“.

Direkte Auswirkungen der Präsidentschaft erwartet wohl nicht ein Mal die Partei, für die er ins Rennen ging – eher einhellig ist man aber der Meinung, dass Merkel mit dem taktisch durchsichtigen Schachzug der Entfernung eines der letzten nennenswerten Konkurrenten eine strategischen Tiefpunkt erreicht und dem langfristig spürbaren Politik-Ekel ihres Landes einen weiteren Tropfen Vitriol eingetrichtert hat. Burks zumindest meint zynisch-realistisch:

Es macht keinen Unterschied, ob nun Christian Wulff Bundespräsident wird oder ein lesbisches Suppenhuhn.

Alles in allem ein Randthema in einem Sommer, der von Vuvuzelasirenen und Wembley-Sequels dominiert ist. Den Bundespräsidenten werden die meisten erst wieder wahrnehmen, wenn sie zu Weihnachten kurz vor seiner Ansprache den TV-Kanal wechseln.

Wiener Moschee-Gegner fürchten einstürzende Neubauten

Rechtzeitig zum Beginn der heißen Phase im Wiener Gemeinderatswahlkampf formieren sich plötzlich und unerwartet die Gegner islamischer Kulturvereine. Das traditionell von der FPÖ beackerte Thema („Daham statt Islam“) wird diesmal bei laut Eigenbild „parteiunabhängigen“ Bürgergruppen vertreten, das aber durchaus im Sinn der rechten Partei.

Darum scheint es sich partout nicht vermeiden zu lassen, dass personelle Verquickungen das reine Bild der Unabhängigkeit verschleiern:

Wie der „Standard“ fein herausdestilliert, werden die partei-unabhängigen Aktivisten in der ersten Reihe des Demonstrationszuges von Heinz Christian Strache begleitet, während Hans-Jörg Schimanek das Argumentationsgebäude errichtet – er fürchtet, dass die bauplanerischen Kenntnisse nicht ausreichen, um die nötige statische Tragfähigkeit des Gebäudes zu errechnen, und fürchtet den Zusammenbruch der Moschee unter der Last von 200 betenden Frauen.

Es gilt die Unschuldsvermutung.

Der Na C. Strache-Clip

Ein Jahr nach der Veröffentlichung auf YouTube hat es der Clip von Big DnC in die Medien geschafft: Ein Mitarbeiter der SPÖ veröffentlicht es als Post auf seinem privaten Blog, und prompt springt der ÖVP-Justizsprecher Heribert Donnerbauer dem verunglimpften Parteichef der FPÖ bei: Ein „Gewaltvideo“ sei der Clip, von dem sich der Koalitionspartner SPÖ distanzieren müsse.

Erstaunlich ist dieses vehemente Maß der Kritik an einem Clip, der mehr oder weniger den brachialen Lyrikonventionen folgt, die halt im Rap so üblich sind. Erstaunlich vor allem im Vergleich mit dem Säuseln, dass den ÖVP-Funktionären zu den nicht minder brachialen Sprüchen des gegenständlichen Politikers und seiner Partei einfällt.

Man hätte sich ähnlich starke Worte als Reaktion auf Rosenkranz und Ebensee gewünscht.