Anwerter auf den Polizaidiehnst haben Rechtschreipproblehme

Ein bisserl sensationell wurde in den letzten Tagen über die Pressemeldung der Wiener Polizei bezüglich der Quote von 41 Prozent berichtet, mit der Bewerber bei der Wiener Polizei an der Rechtschreibhürde scheitern.

Die Fehlerquote in einem kurzen Diktat von etwa fünfzig Wörtern ist eines der Kriterien für eine Aufnahme in den Wachkörper. Dazu gehört auch eine für Damen und Herren unterschiedliche minimale Körpergröße und ein Body Mass Index zwischen 18 und 25.

Dass fast die Hälfte aller Bewerber gerade an der orthographischen Fitness scheitert, wundert doch kaum. Man darf davon ausgehen, dass die Planer des polizeilichen Bildungsweges wie so viele den alten Polizistenwitz kennen, in dem zwei Amtsträger angesichts des vor dem „Gemnasium“ aufgefundenen Toten beschließen: „Zaa man umme zur Post!“, und solche Humorfolklore an der Wurzel ausmerzen wollten.

Ich nehme mit einiger Gewissheit an, dass die Rechtschreibsicherheit im Gesamtbevölkerungsschnitt trotz Trend zum Zweitbuch dem der Polizisten in spe entspricht.

Nicht mehr ausgeschlossen aus der Aufnahme in die Reihen der Exekutive sind übrigens in Zukunft Zivildiener, sofern sie einen kurzen viermonatigen Präsenzdienst nachholen. Bisher durften Waffendienst-Abstinente bis zum fünfzigsten Lebensjahr keinem Wachkörper angehören (oder auch nicht Jäger werden).